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XML-Wirtschaftsforum 2007 – Portale

Abstracts

PinK – Rückblick und Ausblick
Dr. Joachim Quantz, <xmlcity:berlin> e.V.

Bei der internen und externen Kommunikation von Unternehmen werden eigene Unternehmensportale immer wichtiger. Im Wachstumskern PinK "Plattform für intelligente Kollaborationsportale" wurden innovative Verfahren entwickelt, die es insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen ermöglichen sollen, eine individuell auf ihre Bedürfnisse ausgerichtete Portallösung per Mausklick einfach zusammenzustellen.

PinK wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) von November 2004 bis Oktober 2007 im Rahmen des Programms "Unternehmen Region" gefördert. An der Entwicklung von PinK haben 9 Unternehmen und 2 Universitäten aus der Region Berlin-Brandenburg mitgewirkt.

Basierend auf Technologien aus den Bereichen XML, Web Services und Ontologien kombiniert die PinK-Plattform Bestandteile des Business Process Management, Knowledge Management und der Portaltechnologien.

Der Vortrag gibt einen Überblick über die wichtigsten Forschungsergebnisse, die im Rahmen des PinK-Projekts erzielt wurden. Darüber hinaus wird in einem Ausblick präsentiert, wie diese Forschungsergebnisse ab 2008 kommerziell verwertet werden sollen.

Projektmanagement mit Projektron BCS
Maik Dorl, Dr. Marten Huisinga, Projektron GmbH

Projektmanagement wird in Wirtschaft und Verwaltung zunehmend zur etablierten Methode. Eine neue Studie der Deutschen Bank kündigt für die nahe Zukunft bereits die .Projektwirtschaft. an, in der sich Unternehmen für Entwicklungs- und Vermarktungsprojekte zusammentun, die sie einzeln nicht mehr bewältigen könnten.

Um die Projekte effizient planen und steuern zu können, wird die Unterstützung durch Projektmanagementsoftware immer mehr zum Standard, besonders, wenn mehrere Projekte parallel durchgeführt werden oder das Projektteam über mehrere Standorte verteilt ist. Die Referenten stellen die Projektmanagementsoftware Projektron BCS vor.

Projektron BCS unterstützt Projekt-Teams beim Planen, Koordinieren und Auswerten von Projekten. Die Projektkommunikation und -dokumentation bleibt mit Projektron BCS transparent, selbst bei komplexen Projekten mit vielen Änderungen während der Laufzeit. Der Zugriff auf die Daten wird über eine flexible Rechtevergabe gesteuert, so dass dem jeweiligen Benutzer genau die für ihn notwendigen Informationen und Funktionen zur Verfügung stehen. Den Nutzen dieser Funktionen für den Kunden stellen die Referenten an Beispielen vor.

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Services zur Verarbeitung von Textdokumenten
Dr. David Schlangen, Prof. Dr. Manfred Stede, Universität Potsdam

Im Rahmen des PinK Projekts wurde an der Universität Potsdam ein System zur Automatischen Zusammenfassung von Textdokumenten entworfen und implementiert. Eingesetzt wird ein hybrides Verfahren: Eine auf der Basis von Termfrequenzen (statistisch) arbeitende Komponente ermittelt die relevantesten Sätze des Texts, die dann die Zusammenfassung bilden; eine mit linguistischen Methoden arbeitende Komponente überprüft das Extrakt auf seine Kohärenz hin und nimmt ggf. Verbesserungen vor.

Für einen der Use Cases von PinK wurden Teile der Funktionalität des Systems als Web Service zur Verfügung gestellt und können für unterschiedliche Zwecke der Textanalyse eingesetzt werden. Diese Konzeption wird gegenwärtig in einer Ausgründung aus der Universität Potsdam weiter entwickelt zu einem modularen "Baukastensystem", mit dem sich Systeme zur Textanalyse konfigurieren lassen; dies kann beispielsweise flexibel über Web Services realisiert werden. Zu den Anwendungen, die solche Komponenten einsetzen können, zählen Suchmaschinen, die über String-Matching hinaus gehende Kontext-Untersuchungen für präzisere Teffer-Eingrenzung vornehmen; Analysen von Meinungsäußerungen zu beliebigen Themen, etwa in Weblogs; oder auch als Erweiterung der Textzusammenfassung das Szenario der Multi-Dokument Zusammenfassung, bei der aus einer Reihe verschiedener Texte zum selben Thema eine einzige Zusammenfassung erstellt wird.

Info-Portal für die Berliner Justiz
Ralf Dubbert, IT-Dienstleistungszentrum Berlin

Im Gegensatz zum Internet-Aufritt des Landes Berlin existiert innerhalb der Berliner Verwaltung derzeit noch kein einheitlich strukturiertes Intranet. Dies gilt auch für den Bereich der Berliner Justiz. Bis auf einzelne webbasierte Individuallösungen gibt es in den meisten Standorten kein übergreifend organisiertes, einheitliches Informationsangebot. Aus diesem Grund wurde von der Berliner Justiz das Gesamtvorhaben „Bereitstellung eines einheitlichen Info-Portals/Intranets für den Geschäftsbereich der Senatsverwaltung für Justiz“ gestartet.

Im Rahmen eines Pilotprojektes werden für 14 Gerichtsstandorte der Ordentlichen Gerichtsbarkeit sowie die Senatsverwaltung für Justiz die Grundlagen für ein einheitliches Info-Portal im Intranet geschaffen. Dabei wird derzeit auf Basis eines erfolgreich getesteten Prototyps eine breit angelegte Pilotierung mit Echtbetriebscharakter vorbereitet.

Nach erfolgreicher Umsetzung ist die Ausweitung auf die anderen Bereiche der Berliner Justiz (Strafverfolgung, Justizvollzug, Fachgerichtsbarkeit) vorgesehen. Das ITDZ Berlin unterstützt Konzeption und Aufbau des Portals mit entsprechenden Projekt-Dienstleistungen.

Integrierte IuK – Lösung für die kommunale Wirtschaftsförderung
Prof. Dr.-Ing. Peter Kayser, FHTW Berlin
Bestandspflege und -sicherung werden zunehmend zu den zentralen Aufgaben der kommunalen Wirtschaftsförderung. Die erfolgreiche Bestandspflege setzt eine intensive Kommunikation zwischen der Wirtschaftsförderung und den Unternehmen voraus. Diese Kommunikationsarbeit ist personalintensiv und muss deshalb durch geeignete IuK-Instrumente unterstützt werden.

In Zusammenarbeit mit den kommunalen Wirtschaftsförderstellen in neun Bezirken in Berlin wurde eine webbasierte integrierte Lösung entwickelt und online gestellt, die aus folgenden Elementen besteht:

  • Internetportal zur Information der Wirtschaft
  • Services für Unternehmen, die in das Portal integriert sind und
  • Workflowmanager, der wesentliche administrative Kernprozesse der Wirtschaftsförderung unterstützt.

Die integrierte Lösung ist durchgängig webbasiert, d.h. der Wirtschaftsförderer ist mit seinem "Schreibtischx" dadurch sehr mobil.

Das System ist seit Anfang 2007 im Betrieb, es wurde von den Unternehmen angenommen und hat sich bisher sehr bewährt. Der Zugang zum System erfolgt über den Internetauftritt des Landes Berlin, d.h. die Bezirke sind mit ihrer Dienstleistung so in die Internetpräsentation des Landes Berlin eingebunden.

Im Vortrag wird die Struktur des Systems erläutert und die partizipative Vorgehensweise der gemeinsamen Systementwicklung und die Integration in den Arbeitsprozess der Wirtschaftsförderung vorgestellt. Da an der Systementwicklung und der Systemumsetzung neun Bezirke beteiligt waren, lag die besondere Herausforderung in der Moderation dieses partizipativen Prozesses. Es musste eine Systemlösung gefunden werden, die von allen Beteiligten akzeptiert werden konnte! Dabei ist die Struktur der IuK-Lösung über alle Bezirke einheitlich, aber jeder Bezirk ist für die Inhalte zuständig.

Die Systemlösung ist offen für Anbindungen an weitere Lösungen des E-government.

Das System ist eingebettet in das CMS System Imperia 7.0, es ist aber auch möglich, andere CMS Systemen zu nutzen. Insoweit ist eine Portabilität der Lösung auf kommunale Wirtschaftsförderungen in anderen Regionen gegeben.

Das Projekt wurde aus EFRE-Mittel finanziert.

Dynamische Beschaffungsverfahren und Vergaberecht
Gunter Sobe, EuroConsultingGroupAG

Im Rahmen der rechtlichen, organisatorischen und systemseitigen Vorraussetzungen (Vergaberecht, Plattform, Tools, Datensicherheit, Authentizität und Sicherheit der Plattform) wird die praktische erfolgsorientierte Anwendung von dynamischen Beschaffungssystemen, wie Katalogbestellplattformen, Vergabeplattformen und elektronische Auktionsplattformen aufgezeigt mit durchgeführten Auktionsbeispielen und deren Vorgehensweise bei verschiedenen Beschaffungsvorgängen in Unternehmen im öffentlichen Sektor.

Besonderes Augenmerk liegt auf den Möglichkeiten im Rahmen des Vergaberechts, dem Transfer von Nutzungserfahrung derartiger Systeme im privatwirtschaftlich Sektor und den damit verbundenen Erfolgs- und Nutzungschancen durch systematisiertes und verbindliches Vorgehen entlang der unternehmerischen Supply Chain für das Vergaberecht. Über die zielgerichtete Nutzung von IT-Systemen und -plattformen werden Ansatzpunkte aufgezeigt, die nennenswerte Potenziale für den Unternehmenserfolg sicherstellen. Die EuroConsultingGroup AG bietet hierbei wesentliche Unterstützungsleistungen für die strategische und operative Umsetzung dieser technologischen und prozessualen Vorhaben an.

Abstract Ad hoc Workflows mit TagIt
Maya Biersack, Espresto AG

Unternehmensportale bieten die Möglichkeit auf aktuelle und relevante Informationen durch einen "single point of entry" zuzugreifen. Dabei stehen dem Mitarbeiter die im Unternehmen eingesetzten Applikationen für seine Aufgaben in integrierter Form zur Verfügung. Mit Hilfe eines Workflowsystems wird die Qualität wichtiger Geschäftsprozesse gesichert und die Arbeit erleichtert.

Ein Unternehmensportal kann wie oben beschrieben aussehen; häufig sind die Portale aber viel weniger integriert, Workflowsysteme arbeiten nur über wenige Applikationen hinweg integriert, und das Portal bietet lediglich eine personalisierte Sicht auf alle vorhandenen, benötigten Anwendungen. Das integrierende Element ist der Mensch, der letztendlich doch den Überblick über die nicht abgebildeten und nicht integrierten Arbeitsabläufe behalten muss.

Im Vortrag wird vorgestellt, wie man diese Aufgabe durch die Benutzung von virtuellen Notizzetteln (TagIts) wirksam unterstützen kann und dabei den Überblick über die vielen kleinen, täglich auftretenden, applikationsübergreifenden ad hoc Workflows behält.

Effiziente Entwicklung von Knowledge-Portalen
Stefan Zeeb, Tilman Kamp, th data GmbH

Wissensmanagement hat sich in den vergangenen Jahren zu einem kritischen Erfolgsfaktor für Unternehmen entwickelt. Komplexität und Dynamik der Märkte sind einige Gründe, weshalb ein systematisches und gezieltes Organisieren von Wissen immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Konzepte aus dem Sematic Web spielen hierbei eine zentrale Rolle. Ontologien sind die Grundlage für die Darstellung komplexer Wissensbeziehungen. Die technische Basis für Visualisierung, Speicherung, Rechtemanagement etc. bilden Portalsysteme. Da die Ontologien immer nur für eingeschränkte Wissengebiete (sog. Domains) gelten können, müssen die Portale an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden.

Der Vortrag zeigt die effiziente Entwicklung von Knowledge-Portalen durch den Einsatz eines Sematic-Web-fähigen Application-Servers. Zentraler Ansatz ist ein Rapid-Application-Development durch die Verwendung ontologischer Technologien (RDF/N3). Am Beispiel eines Knowledge-Portals für Lieferantennetzwerke in der Automobilindustrie werden Vorgehensmodell, Architektur und Funktionsweise aufgezeigt.

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