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XML-Wirtschaftsforum 2007 – E-JusticeAbstractsE-Justice in Europa – Statement des Bundesministerium der JustizLutz Diwell, Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz Das Statement wird insbesondere auf die Zunahme grenzüberschreitender justizieller Verfahren und die damit verbundene Notwendigkeit, zu ihrer effektiven Abwicklung elektronische Kommunikationsformen zu nutzen, eingehen und die eingeleiteten politischen Maßnahmen zur Umsetzung von E-Justice in Europa aufzeigen.Statement EU-Vertretung Dr. Gerhard Sabathil, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland E-Justice: Chancen und Herausforderungen in der freiheitlichen demokratischen Gesellschaft Prof. Dr. Uwe-Dietmar Berlit, Richter am Bundesverwaltungsgericht Die technologisch mögliche Datenvernetzung muss im Kontext des Grundgesetzes gesehen werden. Das Grundgesetz definiert die Rechtsprechung als eigenständige Staatsfunktion, die mit ihren spezifischen Verfahren und Handlungsformen mit zum rechtsstaatlichen Funktionieren einer freiheitlichen demokratischen Gesellschaft beiträgt. In diesem Rahmen bewegt sich die Nutzung und Erprobung von Technologien. Der Vortrag zeigt auf, dass E-Justice und die damit verbundene Vernetzung entgegen der vordergründigen begrifflichen Deutung (electronic Justice) kein rein technisches Thema ist. Vielmehr geht es um die Nutzung von zeitsparenden Kommunikationsmitteln für eine effektive Gewährung qualitativ hochwertigen Rechtsschutzes und sonstiger Justiz"dienstleistungen". Was ist gewollt? Wie ist es gewollt? Wie können ungewollte technikinduzierte Rückwirkungen auf die justizielle Aufgabenerfüllung erkenn- und beherrschbar gemacht werden?Arbeiten mit strukturieren Daten im grenzüberschreitenden Rechtsverkehr Dr. Wilfried Bernhardt, Bundesministerium der Justiz Der Vortrag geht auf Vernetzungsbeispiele ein. Er lotet die Möglichkeiten der Verbindung der E-Justice Projekte der Mitgliedsstaaten aus. Die Verknüpfung der der föderalen E-Justice Projekte bietet die erprobte Lösungsquelle für die europäische E-Justice-Vernetzung. Das praktisch entscheidende Merkmal sind die Verbindungsmöglichkeiten an den Schnittstellen. XML spielt hierbei eine wichtige Rolle. Ausgelotet wird auch, wieweit fachliche Harmonisierungsabstimmungen sinnvoll sind und welche Verbindungen Mittlertechnologien leisten können.Stand des Einsatzes von Informations- und Kommunikationstechnologien in der Justiz der europäischen Mitgliedstaaten Daniela Freiheit, Rechtsanwältin, Geschäftsführerin EEAR, Europäische EDV-Akademie des Rechts Mittlerweile arbeiten alle EU-Mitgliedstaaten an IuK-Konzepten in der landeseigenen Justiz. Vielerorts sind diese Pläne bereits in die Tat umgesetzt. Unter dem prägnanten Schlagwort "eJustice" ist es das erklärte Ziel aller europäischen Mitgliedstaaten, die Vorzüge, von denen viele EU-Bürger bereits im beruflichen und privaten Alltag profitieren, auch in der Justiz zur Geltung kommen zu lassen. Die Vielfältigkeit von Justizsystemen in der EU führt unvermeidlich dazu, dass auch eine große Zahl unterschiedlicher eJustice-Konzepte existiert. Die Kernfrage, die sich vor dem Hintergrund eines zusammenwachsenden Europas ergibt und die es langfristig zu beantworten gilt, ist: Wie kann es jenseits der nationalen Besonderheiten in der Justiz gelingen, in Europa eine grenzüberschreitende interoperable Kommunikationsinfrastruktur aufzubauen? Als Grundlage für den Entwurf einer paneuropäischen eJustice-Strategie sind zunächst Kenntnisse über den Ist-Zustand des Einsatzes von IuK-Technologien in der Justiz der europäischen Mitgliedstaaten erforderlich. Aus diesem Grund hat die Bund-Länder-Kommission für Datenverarbeitung und Rationalisierung in der Justiz die EEAR beauftragt, eine entsprechende Studie vorzulegen, die aus Anlass der europäischen Konferenz "work on eJustice" in Bremen im Mai diesen Jahres unter www.e-justice2007.de veröffentlicht wurde. Der Vortrag wird die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung vorstellen und Ansätze für eine "paneuropäische eJustice-Strategie" aufzeigen.erv-d/egvp aktuelle Entwicklungen in der Bundeshauptstadt Jörg Tegeder, Richter am Amtsgericht, Senatsverwaltung für Justiz Berlin Berlin bietet ein sehr gutes e-Government Umfeld, da mehrere Ebenen vertreten sind: Bund, Land, Kommune. Der Vortrag geht auf die Venetzungsplanungen- und Lösungen aus Justiz-Sicht ein und zeigt die Wechselwirkungen. Er zeigt auch, wie die Justiz des Landes Berlin sich in diesem Kontext strategisch positioniert hat und in welche schon vorhandenen E-Justice-Lösungen die entsprechenden Verknüpfungpotenziale angelegt sind.Das elektronische Handelsregister - eine Bewertung der bisherigen Erfahrungen Gritt Moldehn, BGS Systemplanung AG Stefan Beierer, BGS Systemplanung AG Vorgestellt wird das auf XML-gestützte Handelsregisterverfahren AUREG sowie die Aureg-interne Nutzung und Verarbeitung der XJustizdatensätze mit integriertem Fachdatenteil XRegister. Die XJustizdaten werden in den Notariaten erzeugt und seit dem 01.01.2007 über das EGVP an die Registergerichte gesendet. Der Vortrag stellt die Erfahrungen der Firma beim Einsatz von XML und XML-Technologien für das Justizverfahren dar. Dabei wird auch Bezug auf die ersten Ergebnisse bei der Verwendung der XJustizdatensätze genommen.Elektronische Grundschuld - Kommunikation zwischen Banken und Notaren über NotarMail Dr. Robert Mödl, Bundesnotarkammer Präsentiert wird die einheitliche Kommunikationsdrehscheibe für die Notare auf Basis von Notarmail für die Kommunikation und Xnotar für die Fachdatenerzeugung und -interpretation mit vielfältigen Außenschnittstellen. Dabei wird deutlich, dass dies Schnittstellen zu unterschiedlichen Systemen etwa von Banken, Kommunen und Gerichten zu einem einheitlichen Benutzungserlebnis für die Notare und ihre Mitarbeiter führen. Eingegangen wird insbesondere auch auf die Möglichkeiten moderner Technologien, wie etwa Webservices, für die serverseitigen Verknüpfung unterschiedlicher Institutionen auf Basis von XML.Online-Fortbildung Christian Dahns, Rechtsanwalt, Bundesrechtsanwaltskammer Martin W. Huff, Rechtsanwalt, Leiter Unternehmenskommunikation Wolters Kluwer Deutschland GmbH Der Vortrag stellt das System Online-Fortbildung als Best Practice vor. Er zeigt damit exemplarisch die Möglichkeiten von E-Learning im Umfeld der juristischen Berufe. Das Potenzial einer derart funktionierenden Lösung wird deutlich. Abschließend kann auf die Möglichkeiten von E-Learning bei der Einführung modernen Kommunikationstechnologien in Bezug auf den elektronischen Rechtsverkehr für die 140.000 Rechtsanwälte in Deutschland eingegangen werden.Best Practice – Finanzgericht Berlin Brandenburg: Deutschlands modernstes Gericht Günter Reitz, Staatssekretär Ministerium der Justiz Brandenburg Ulrich Schwenkert, Richter am Finanzgericht Vorgestellt werden die Ergebnisse der Ausstattungsinvestitionen.XML - die ultimative Basis für E-Justice Holger Bogs, AM-SoFT IT-Systeme GmbH Der Vortrag zeigt in der Zusammenschau die Anknüpfungspunkte der vorgestellten Lösungen und deren Verknüpfung mittels XML. Dabei spielen die Ergebnisse des Projekts "Plattform für intelligente Kollaborationsportale", das vom BMBF im Rahmen der Initiative regionale Wachstumskerne gefördert wurde, eine zentrale Rolle. Die Teilnehmer erhalten Einblick in Visionen, die derzeit prototypisch verwirklicht werden und mit Stichworten wie Semantic Web, Web 2.0 verbunden sind. Exemplarisch wird deutlich, dass durch die Vernetzung in der juristischen Arbeitswelt mehr als nur die Addition von Funktionen erreicht wird, sondern neue Möglichkeiten der Wissensaggregierung gewonnen werden können. Der Vortrag geht in dem Kontext abschließend auf E-Justice in Kombination mit XML als Standortfaktor für die Hauptstadtregion ein, der maßgeblich vom Fördermittelgeber vorangetrieben wurde.Podiumsdiskussion: Die Herausbildung der Region Berlin-Brandenburg zum führenden E-Justice-Standort in Deutschland.
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