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<Infotag Web 2.0> - 24.09.2007

Einführung

Seit geraumer Zeit fasst der Oberbegriff "Web 2.0" eine Reihe von neuartigen, sozialen Web-Anwendungen zusammen, die das WWW als Plattform für kommerzielle Anwendungen aus der Sicht von Anwendern wie Unternehmen wieder attraktiv werden lassen. Eines der kennzeichnenden Merkmale des Web 2.0 ist, dass bekannte und etablierte Technologien verwendet werden, um web-basierte Anwendungen zu schaffen, bei denen die Einbindung der Nutzer als Informationsproduzenten im Kontext sozialer Strukturen und Interaktionen im Vordergrund stehen. Treibendes Element dieser Anwendungen sind also die von den Nutzern beigetragenen Daten - Fotos, Artikel, Blogs, Termine, aber auch Annotationen (Metadaten) und andere strukturierte Daten, etc. - sowie die sich entspinnenden sozialen Interaktionen der Nutzer, wie z.B. Diskussionen, kooperative Erarbeitung von Informationssammlungen, etc.

Der Begriff "web-basierte Anwendung" impliziert dabei, dass das Web nicht mehr primär als Medium für die Publikation von Inhalten, sondern als Anwendungsplattform verstanden wird, d.h. sowohl Nutzungs- als auch Programmierschnittstellen werden mit Hilfe standardisierter Web-Sprachen und -Protokolle zur Verfügung gestellt, wie z.B. HTML, JavaScript und RSS auf der einen sowie XML, XML-RPC und REST auf der anderen Seite.

Kritische Erfolgsfaktoren für das Aufkommen der Web-2.0-Welle waren vor allem die Akzeptanz von Technologien für dynamische Web-Nutzungsschnittstellen (z.B. JavaScript, Flash), die weite Verbreitung von Breitband-Internet sowie die Bereitschaft der Nutzer, sich auf die Veröffentlichung Ihrer Informationen im Rahmen von Web-Plattformen einzulassen.

Der Web-2.0-Infotag 2007

  • stellt die wichtigen technischen wie nicht-technischen Merkmale von Web-2.0-Anwendungen dar,
  • erklärt die Grundlegen Technologien und Techniken des Web 2.0,
  • beleuchtet wirtschaftliche Aspekte von Web-2.0-Anwendungen und
  • zeigt die Auswirkungen der neuen Kultur der Partizipation im Web anhand des Phänomens des "Bürgerjournalismus".

Weitere Veranstaltungen zum Web 2.0 im Rahmen der XML-Tage 2007 sind

Ort und Termin der Veranstaltung

24.09.2007
Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden
10117 Berlin
Raum 2097

Umgebungsplan (Google Maps)

Dieser Infotag ist Teil der XML-Tage in Berlin 2007.

Programm

10:00-10:10 Begrüßung Prof. Dr.-Ing. Robert Tolksdorf, Freie Universität Berlin
10:10-11:00 Einführung Markus Beckedahl, Geschäftsführer newthinking communications GmbH
11:00-11:30 Pause
11:30-12:30 Podiumsdiskussion:Innovationsförderung/Wirtschaftsförderung (im Senatssaal) Moderation: Rainer Thiem, <xmlcity:berlin> e.V.
12:30-13:30 Mittagspause
13:30-14:15 Web 2.0 - eine technologische Sicht Magnus Niemann, Freie Universität Berlin
14:15-15:00 Auf dem Weg zum Web 3.0 - Technologien des Web 2.0 im Unternehmenseinsatz Raju Bitter, Laszlo Systems
15:00-15:30 Pause
15:30-16:15 Blogging und Bürgerjournalismus Don Dahlmann

Teilnahme

Die Veranstaltung ist öffentlich zugänglich und kostenlos.

Vorträge

Web 2.0 - eine technologische Sicht
Magnus Niemann, Freie Universität Berlin

"Web 2.0 is made of people" - sicherlich ist der soziale Aspekt der in aller Munde geführten nächsten Version des WWW der mit Abstand wichtigste. Doch das "Netzwerk als Plattform", "Rich User Experiences" und die "Architektur der Partizipation" wären nicht denkbar ohne die Technologien im Hintergrund. Dieser Vortrag widmet sich den aktuellen und zukünftigen technologischen Entwicklungen sowohl auf Server- als auch auf Clientseite, die im Fahrwasser des Web 2.0 entstanden oder im Entstehen begriffen sind.

Auf dem Weg zum Web 3.0 - Technologien des Web 2.0 im Unternehmenseinsatz
Raju Bitter, Laszlo Systems

Das Web 2.0 mit seiner technologischen Innovationswelle hat für das Internet neue Produkte und Dienstleistungen ermöglicht und damit zu einer Welle von Firmengründungen geführt. Auch Unternehmen, die nicht im Internetumfeld tätig sind, erkennen den Wert der technologischen Ansätze des Web 2.0. An vielen Stellen geht man dabei noch einen Schritt weiter und beginnt mit dem Aufbau von Diensten und Infrastruktur, die man eigentlich für das Web 3.0 oder Semantic Web erwartet. Dieser Vortrag wird auf die Unterschiede beim Einsatz von Web 2.0 Technologien im Internet und im Unternehmensumfeld eingehen und der Frage nachgehen, warum die Technologie im Unternehmensumfeld eine weitere Innovationsstufe durchlaufen wird.

Organisatoren

XML Clearinghouse für Berlin und Brandenburg

Im Rahmen des Projektes XML Clearinghouse führen Informatiker der Freien Universität Berlin Wissenstransfer zu XML-Technologien als öffentlich zugängliche Dienstleistung in Berlin und Brandenburg durch.

Dafür beobachten und vermitteln sie die Entwicklungen verschiedener XML-Technologien und deren Anwendungen. Das Internetportal www.xml-clearinghouse.de umfasst Informationen zu XML-bezogenen Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum, XML-News, Firmen und Forschungsvorhaben sowie Lehrveranstaltungen an Hochschulen in Berlin und Brandenburg

Die Projektgruppe arbeitet intensiv mit regionalen Netzwerken wie der Technologie-Initiative XML des Berliner Senats für Wirtschaft, Arbeit und Frauen zusammen und kooperiert darüber hinaus auch mit nationalen und internationalen Netzwerken wie dem Programm "Internet-Ökonomie" des BMBF oder dem Exzellenznetzwerk der Europäischen Union "KnowledgeWeb - Realizing the Semantic Web".

PinK

PINK (Plattform für intelligente Kollaborationsportale) ist ein vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) geförderter innovativer, regionaler Wachstumskern. Das Forschungsprojekt mit Partnern aus der Region Berlin-Brandenburg läuft vom November 2004 bis Oktober 2007 und setzt die Arbeiten aus der ersten Phase des Wachstumskerns (Oktober 2001 - Dezember 2003) fort.

Gegenstand des Forschungsprojekt PINK ist die Entwicklung innovativer Verfahren als Grundlage für eine Baukasten-Lösung, mit der sich die Unternehmen eine individuell auf ihre Bedürfnisse ausgerichtete Portallösung per Mausklick einfach zusammenstellen können. Aufwendige Entwicklungs-Zeiten und -Kosten entfallen. So sollen insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen in die Lage versetzt werden, via Internet an globalen Geschäftsbeziehungen teilzunehmen und so wettbewerbsfähiger zu werden.

Über die Durchführenden

Prof. Dr.-Ing. Robert Tolksdorf leitet die Arbeitsgruppe Netzbasierte Informationssysteme an der Freien Universität Berlin, die in den Bereichen XML-Middleware und Sematic Web arbeitet. Er befaßt sich seit 1994 in Projekten und Forschungsarbeiten, als Autor, Herausgeber und Referent mit den Technologien des Web. Seine Forschungsschwerpunkte liegen bei offenen Systemen, der Koordination darin und ihrer Anwendungen wie Workflow Management. Die Arbeiten dazu verwenden als technologische Basis die Standards um XML und das Semantic Web.

 
         
       
 
Seite zuletzt geändert am: 20-Sep-2007 18:18:54 © XML Clearinghouse    Impressum
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