Unter dem Begriff Web 2.0 wurde in den vergangenen
Jahren eine besondere Art von Web-Applikationen populär, die auf
Seitennavigation weitgehend verzichtet, über Skriptsprachen dynamische
UI-Elemente realisiert und damit dem Look-and-Feel von klassischen
Desktop-Applikationen sehr nahe kommt. Gleichzeitig ist eine Vielzahl neuer
Techniken und Frameworks für diese Art von Applikation entstanden; schon
2006 ergab eine Zählung mehr als 130 verschiedener Plattformprojekte. Alle
diese Projekte nutzen Web-Standards des W3C; dennoch sind die meisten
untereinander inkompatibel - mit den üblichen damit verbundenen
Problemen: Die Möglichkeiten zur Kombination und Wiederverwertung
von Applikationsteilen sind eingeschränkt, Vendor-Lock-Ins drohen,
Themen wie Barrierefreiheit und Internationalisierung spielen meist eine
untergeordnete Rolle. Mit seiner Rich Web Client Activity entwickelt das
W3C Standards, die eine stabile Plattform für diese Applikationsform
schaffen und sie in den Reigen der bestehenden Web-Standards
einbetten. Gleichzeitig wird HTML mit der gerade entstehenden nächsten
Version für genau diese Applikationen fit gemacht. Der diesjährige
W3C-Tag steht ganz im Zeichen von Rich Internet Applications und zeigt,
welche Möglichkeiten W3C-Standards heute schon bieten und in Zukunft
bieten werden.
Detaillierte Informationen finden Sie auf der Seite des W3C-Tages:
http://www.w3c.de/Events/2007/W3C-Tag.html