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<Web 2.0 Infotag> - 27.09.2006

Einführung

Seit vergangenem Jahr fasst der Oberbegriff Web 2.0 eine Reihe von Merkmalen neuartiger Web-Anwendungen zusammen, wie del.icio.us, flickr und last.fm, die das WWW als Plattform für kommerzielle Anwendungen aus der Sicht von Anwendern wie Unternehmen wieder attraktiv werden lassen. Einige von diesen Merkmalen, die der amerikanische Verleger Tim O'Reilly in einem für das Entstehen der Idee Web 2.0 wegweisenden Artikel (deutsche Version) dargelegt hat, sind:

  • Anwendungen leben davon, dass Ihre Nutzer Inhalte beitragen .
  • Statt vorgefertigten Schemata helfen ad hoc durch die Benutzer vergebene Schlüsselbegriffe (Tags) bei Organisation und Suche von Information.
  • Web-Benutzungsschnittstellen gewinnnen durch Dynamisierung (DOM Scripting) an Interaktivität und Attraktivität.
  • Durch das Anbieten von Inhalten über offene Programmierschnittstellen (Web-APIs) und die Einbettung maschinenlesbarer Daten in Webseiten (z.B. in Form von Microformats) können Inhalt und Funktionalität von mehreren Anwendungen durch "Mashups" verknüpft und Mehrwert geschaffen werden.
Der Infotag bietet eine Einführung in das Thema Web 2.0 und stellt den praktischen Nutzen sowie technischen Hintergrund der vier oben genannten Merkmale von Web2.0-Anwendungen vor. Er ist eine Veranstaltung des XML Clearinghouse für Berlin und Brandenburg der Freien Universität Berlin.

Ort und Termin der Veranstaltung

27.09.2006
Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden
10117 Berlin

Umgebungsplan (Google Maps)

Dieser Infotag ist Teil der XML-Tage in Berlin 2006.

Teilnahme

Die Veranstaltung ist öffentlich zugänglich und kostenlos. Aus organisatorischen Gründen ist eine vorherige Registrierung notwendig.

Programm

10:10 - 10:15 Begrüßung Prof. Dr.-Ing. Robert Tolksdorf,
Freie Universität Berlin
10:15 - 11:00 Einführung Arash Yalpani,
WebRide.org
11:00 - 11:30 Kaffeepause
11:30 - 12:15 User as Contributor Markus Beckedahl
Geschäftsführer newthinking communications GmbH
12:15 - 13:00 Tagging mit Bedeutung (Folien) Björn Feustel und Konrad Hosemann,
EsPresto AG
13:00 - 14:00 Mittagspause
14:00 - 14:45 Microformats, Mashups & Web-APIs Sebastian Küpers,
pixelpark AG
14:45 - 15:30 Rich User Experience Raju Bitter,
Yokai Studios

Organisatoren

  • Prof. Dr.-Ing. Robert Tolksdorf
  • Dipl.-Inform. Jamal Abu-Hasan
  • Dipl.-Inform. Arne Handt

Vorträge

Einführung
Arash Yalpani, WebRide.org

Im September 2005 hat der einflussreiche Publizist Tim O'Reilly das "Web 2.0" ausgerufen. Spätestens seit diesem Zeitpunkt schwappt eine neue Gründerwelle weit über das Silicon Valley hinaus. Venture-Kapitalisten vergessen wieder jene geläuterte Zurückhaltung, die durch den Kollaps der "New Economy" eingeleitet wurde, während Fachmagazine und fachfremde Medien wie "Die Bunte" den Gründerboom in mehrseitigen Artikeln flankieren. Im Rahmen dieses Vortrages überblicken wir Technologien und soziale Phänomene, die diese Reinkarnation des Web ermöglicht haben und beschleunigen, sowie die wirtschaftlichen Implikationen: Was unterscheidet die neuerliche Markteuphorie tatsächlich vom New Economy-Hype der Endneunziger? Welche Rolle spielen XML-Technologien wie RSS, AJAX, SOAP- und REST-gestützte Web Services dabei? Wie erklären sich Blog-Kultur und soziale Communities? Wird bzw. wie wird das Web 2.0 unsere Gesellschaft(en) verändern? Und wie können Unternehmen eigentlich vom Web 2.0 profitieren?

Arash Yalpani wurde im Jahre 2002 mit dem Grimme-Online-Award für Medienkompetenz ausgezeichnet. Im Rahmen seiner Neugründung Webride beschäftigt er sich insbesondere mit Technologien im Web 2.0-Umfeld und Usability-Themen. Durch Einsatz moderner Technologien wie AJAX, ermöglicht Webride die unkomplizierte Einbindung interaktiver Micro-Communities in bestehende kommerzielle Webangebote, mit dem Ziel einer verstärkten Kundenbindung, der Gewinnung von wertvollem Kundenfeedback und eines zeitgemäßen Images.


Tagging mit Bedeutung
Björn Feustel und Konrad Hosemann, EsPresto AG

Die Verwendung von frei wählbaren Schlagworten -- Tags -- zur Kennzeichnung von Daten erfreut sich im Web zunehmender Popularität. Besonders in sozialer Software, die von der Beteiligung ihrer Nutzer lebt, sind Tags oder Labels ein einfaches und wirksames Ordnungsmittel. Die Bedeutung von Tags kann entweder offensichtlich oder auch nur Verfasser oder eingeweihten Gruppen klar sein. Die auftretenden Problematiken wie Unterstützung von Mehrsprachigkeit und verschiedener Schreibweisen gleicher Begriffe bieten Raum für intelligente Weiterentwicklungen. Tags eröffnen auch die Möglichkeit, beliebige Metadaten an Objekte zu heften, die von geeigneten Anwendungen ausgewertet werden.
Der Vortrag gibt einen Überblick über die Funktionsweise existierender Taggingsysteme und stellt ein System vor, welches mit verschiedenen Tagtypen arbeitet, denen frei definierbare Bedeutungen verliehen werden.

Die EsPresto AG ist ein IT-Dienstleister und hat sich auf die Entwicklung und Umsetzung von individuellen, webbasierten Lösungen spezialisiert. Hierzu zählen u.a. Unternehmensportale, Portale für das Wissensmanagement und Groupware-Lösungen.
Ziel ist jeweils, Informationen schnell und unternehmensweit zur Verfügung zu stellen beziehungsweise Projekte über zeitliche und räumliche Grenzen hinweg noch effizienter umzusetzen.
Wir pflegen ein vertrauensvolles und langjähriges Kundenverhältnis mit mittelständischen und großen Unternehmen.
Die EsPresto AG hat ihren Sitz in Berlin-Mitte und beschäftigt 21 Mitarbeiter.


Microformats, Mashups & WebAPIs
Sebastian Küpers, pixelpark AG

Mikroformate sind zur Zeit in aller Munde und begeistern durch ihre Schlichtheit und unkomplizierte Implementation. Das semantische Web ist in der Realität angekommen und Mikroformate ermöglichen es uns auf Basis existierender Technologien und gelernter Werkzeuge Inhalte - angelehnt an bereits etablierten Datenformaten - semantisch auszuzeichen und somit maschinenlesbar zu machen. Microsoft, Yahoo! und populäre Web2.0 Dienste wie Upcoming.org, PeopleAggregator.net und Ma.gnolia.com unterstützen Mikroformate im großen Stil und die "Technorati Microformats Search Engine" listet bereits Millionen von strukturierten Daten, die mit Mikroformaten ausgezeichnet worden sind.
Dieser Vortrag erläutert was hinter Mikroformaten steckt, demonstriert eindrucksvolle Implementationen und beleuchtet dabei Stärken und Schwächen des semantischen Web auf Basis von Mikroformaten. Sogenannte "Mashups" und die dabei eingesetzten APIs gehen Hand in Hand mit den Entwicklungen im semantischen Web und ermöglichen es uns, Daten und Funktionalitäten unterschiedlichster Webseiten zu nutzen und neu zu arrangieren. Grundsätzliche Funktionsweisen von etablierten WebAPIs, zukünftige Potentiale von MicroMashups und die Vision vom Drag'n'Drop Web werden in diesem Vortrag ebenso näher betrachtet.

Sebastian Küpers arbeitet als Berater & Konzepter für die Pixelpark Agentur Berlin mit dem Schwerpunkt auf Innovationsthemen und der Markenkommunikation in digitalen Medien. Privat betreibt er das Blog "pixelsebi's repository", indem er sich mit dem semantischen Web, Microformats und Web2.0 auseinandersetzt. In seinem Podcast erläutert er Hintergründe des sozialen und semantischen Web, interviewt Schlüsselfiguren der sich wandelnden Internetkultur und äußert Ideen und Gedanken zu aktuellen Entwicklungen. Als Initiator des Barcamp in Deutschland, einer Adhoc Un-Conference zum Thema Web2.0, engagiert er sich darüber hinaus für die Etablierung offener Standards, Daten und Systeme.

XML Clearinghouse für Berlin und Brandenburg

Im Rahmen des Projektes XML Clearinghouse führen Informatiker der Freien Universität Berlin Wissenstransfer zu XML-Technologien als öffentlich zugängliche Dienstleistung in Berlin und Brandenburg durch.

Dafür beobachten und vermitteln sie die Entwicklungen verschiedener XML-Technologien und deren Anwendungen. Das Internetportal www.xml-clearinghouse.de umfasst Informationen zu XML-bezogenen Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum, XML-News, Firmen und Forschungsvorhaben sowie Lehrveranstaltungen an Hochschulen in Berlin und Brandenburg

Die Projektgruppe arbeitet intensiv mit regionalen Netzwerken wie der Technologie-Initiative XML des Berliner Senats für Wirtschaft, Arbeit und Frauen zusammen und kooperiert darüber hinaus auch mit nationalen und internationalen Netzwerken wie dem Programm "Internet-Ökonomie" des BMBF oder dem Exzellenznetzwerk der Europäischen Union "KnowledgeWeb - Realizing the Semantic Web".

PinK

PINK (Plattform für intelligente Kollaborationsportale) ist ein vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) geförderter innovativer, regionaler Wachstumskern. Das Forschungsprojekt mit Partnern aus der Region Berlin-Brandenburg läuft vom November 2004 bis Oktober 2007 und setzt die Arbeiten aus der ersten Phase des Wachstumskerns (Oktober 2001 - Dezember 2003) fort.

Gegenstand des Forschungsprojekt PINK ist die Entwicklung innovativer Verfahren als Grundlage für eine Baukasten-Lösung, mit der sich die Unternehmen eine individuell auf ihre Bedürfnisse ausgerichtete Portallösung per Mausklick einfach zusammenstellen können. Aufwendige Entwicklungs-Zeiten und -Kosten entfallen. So sollen insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen in die Lage versetzt werden, via Internet an globalen Geschäftsbeziehungen teilzunehmen und so wettbewerbsfähiger zu werden.

Über die Durchführenden

Prof. Dr.-Ing. Robert Tolksdorf leitet die Arbeitsgruppe Netzbasierte Informationssysteme an der Freien Universität Berlin, die in den Bereichen XML-Middleware und Sematic Web arbeitet. Er befaßt sich seit 1994 in Projekten und Forschungsarbeiten, als Autor, Herausgeber und Referent mit den Technologien des Web. Seine Forschungsschwerpunkte liegen bei offenen Systemen, der Koordination darin und ihrer Anwendungen wie Workflow Management. Die Arbeiten dazu verwenden als technologische Basis die Standards um XML und das Semantic Web.

 
         
       
 
Seite zuletzt geändert am: 27-Nov-2006 13:13:31 © XML Clearinghouse    Impressum
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