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<BXML 2004> Berliner XML Tage 2004
Eingeladene Vorträge
Montag, 11.10.2004
Service-oriented Architecture powered by Semantic - Vision oder Illusion
(Folien)
Wolfgang Dostal, IBM Deutschland GmbH
Viele Unternehmen schmücken zurzeit ihre
Anwendungen oder IT-Architekturen mit dem Zusatz service-orientiert.
Aber was bedeutet service-orientiert eigentlich? Auch wenn die Idee
einer service-orientierten Architektur (SOA) schon zu Zeiten von CORBA
im Hintergrund mitklang, so gibt es bis heute keine allgemein
akzeptierte Definition des Konzepts SOA. Einigkeit besteht weitgehend
bei den Themen Interoperabilität und loser Kopplung. Durch den
Einsatz von Web Services und der "Überwachung" entsprechender
Gremien (WS-I) sind diese Eigenschaften zumindest .auf der
Kommunikations-Ebene (SOAP, WSDL) mittlerweile Realität.
Allerdings hat mit dem Konzept der Web Services still und heimlich die
Anforderung der "ad-hoc"-Kommunikation in das SOA-Konzept Einzug
gehalten.
Berücksichtigt man, dass Web Services und SOA auf Anwendungen als
Partner bei der Kommunikation zielen (Automation) und der Mensch nur
mittelbar Nutzen daraus zieht, dann wird schnell offensichtlich, dass
Anwendungen in der Lage sein müssen, selbstständig
adäquate Dienste (Services) auswählen zu können. Um dazu
in der Lage zu sein, müsste eine Anwendung Informationen über
die Bedeutung (Semantik) eines Services auswerten zu können. Um
dies zu erreichen wird in der SOA-Community zurzeit der gleiche Ansatz
wie im Semantic Web bevorzugt. Die semantische Information eines
Services wird standardisiert (RDF, Ontologie) durch den Anbieter
hinterlegt und der Nutzer kann diese auswerten.
Bisher gibt es sowohl im Semantic Web und auch in der SOA-Welt nur
Beispiele bzw. Anwendungen für relativ kleine Gruppen die einfach
zu kontrollieren sind. Von der eigentlichen Anforderung einer
"ad-hoc"-Kommuniaktion ist man in beiden Fällen noch weit
entfernt. Ein prinzipielles Problem ist die Komplexität der realen
Welt und die Mehrdeutigkeit der menschlichen Sprachen. Pragmatische
Ansätze versuchen die Komplexität soweit zu reduzieren, bis
eine maschinelle Verarbeitung möglich wird. Aber bedeutet dies
nicht eine Einschränkung der "ad-hoc"-Fähigkeit? Bleibt eine
vollständig service-orientierte Architektur damit nur eine
Illusion?
Dienstag, 12.10.2004
Die Kombination von Web Services und Grid - Eine neue Art IT zu verstehen
(Folien)
Frank Leymann (Universität Stuttgart & IBM Software Group)
Gegenwärtig werden auf Web Service Technologie basierende Standards
vorgeschlagen, die wesentliche Aspekte des Grid spezifieren. Andererseits
entstehen innerhalb der Web Service Community neue Standards, die das Grid
unterstützen. In unserem Vortrag zeigen wir auf, wie die Kombination
beider Technologien die Virtualisierung sowohl von Hardware als auch von
Software ermöglicht. Die resultierende Infrastruktur ("Service Bus")
stellt die Basis zur Realisierung autonomer Rückkopplungen dar. Spezielle
solcher Rückkopplungen können als Grundlage für das dynamische
Zuverfügungstellen von Anwendungen und der von ihnen benötigten
Infrastruktur angesehen werden. Die Rolle von Choreographie in diesem
Zusammenhang wird angerissen. Eine mögliche zukünftige Struktur
von Anwendungen in solchen "On Demand"-Umgebungen wird grob skizziert.
Mittwoch, 13.10.2004
Semantic Web: From Representations to Applications
Guus Schreiber (Chair of the W3C Semantic Web Best Practices and Deployment Working Group)
The Semantic Web languages RDF and OWL provide a basis for semantic access to
data, but application developers typically need more help than a representation
language. In this talk I will discuss various possible type of support for
constructing semantic-web applications. This includes ontology-engineering
guidelines and patterns, mapping/transformation techniques, pointers to
publicly-available high-quality ontologies/vocabularies, and guidelines
for using RDF in HTML documents. The work addresses ongoing activities
within the W3C Semantic Web Best Practices and Deployment Working Group
(http://www.w3.org/2001/sw/BestPractices/).
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