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Document Object Model (DOM)

Status: W3C Recommendation vom 02.10.2000
Version: 1.0 (Second Edition)
Homepage: http://www.w3.org/DOM
Verfasser: W3C

Das Document Object Model (DOM) ist eine Empfehlung des W3C für eine standardisierte baumorientierte Programmierschnittstelle für XML-Dokumente. Ursprünglich als Methode zur einheitlichen browserübergreifenden Implementierung von Java- und Javascript-Programmen gedacht, hat es sich zu einem Allzweck-XML-API (Application Programming Interface) für beliebige Anwendungen von Editoren bis hin zu Datei-Verwaltungssystemen entwickelt.

Die erste Version war DOM Level 0, gedacht für Browser, die auf HTML Dokumente zugreifen. Der aktuelle Standard ist DOM Level 1, dabei müssen alle APIs die DOM Level 1 entsprechen, XML Dokumente importieren können. Die nächste Generation ist DOM Level 2 mit einer umfangreichen Syntax, die Schnittstelle ist mit IDL (Interface Definitition Language) von der OMG beschrieben.

Das DOM begreift eine XML-Instanz als Baum, und um es aus Sicht einer objektorientierten Programmiersprache wie Java verständlicher zu beschreiben, als Objekt. Eine DOM-Implementierung überführt einen XML Baum in ein Java Objekt, analysiert und modifiziert es, und transformiert das Objekt wiederum in einen XML Baum. Dabei ist für das DOM der Typ eines Objekts entscheidend: Typen können beispielsweise Elemente, Attribute, Kommentare oder CDATA Abschnitte sein. Diese Objekttypen sind im XML Baum wiederum - in der allgemeingültigsten Beschreibung - Knoten (nodes). Diese Knoten können, in Abhängigkeit vom spezifischen Typ, bestimmte Eigenschaften haben. So haben Kommentare keinen Namen und Processing Instructions haben keine Kindelemente. Daher erben alle abgeleiteten Klassen des abstrakten Objekttyps alle Eigenschaften, ohne sie konkret umsetzen zu müssen (d.h. sie liefern im Zweifelsfall null zurück).

Auch das gesamte XML-Dokument ist ein Knoten und das umschließende Wurzelelement ist wiederum ein Kind des Dokumentknotens. Dieser Dokumentknoten kann noch weitere Kindelemente haben: Kommentare, Processing Instructions und Dokument Typ Deklarationen. Dem Dokumentknoten sind zahlreiche Methoden zur Generierung von Dokumentinhalten in Form von Knoten und Elementen (was eben nicht unbedingt identisch sein muß ! ) zugeordnet.

Im Grunde ist DOM für Programme das, was XML für Dokumente ist. Es ist hochgradig organisiert, strukturiert, gegen Fehler geschützt und anpaßbar. Das DOM-Kernmodul beschreibt die Container für Elemente, Attribute und andere grundlegende Typen von Knoten . Ausserdem beinhaltet DOM eine Vielzahl von anderen Modulen, um zu Benutzer-Events und Stylesheets Spezialfunktionen zur HTML-Verarbeitung hinzuzufügen.

Einige der DOM-Grundmodule sind im folgenden aufgeführt :

Core-Modul Definiert die wesentlichen Objekttypen für Elemente, Attribute usw.
XML-Modul Umfaßt ausgefallenere XML-Komponenten wie etwa CDATA-Abschnitte, die für HTML und einfachere XML-Dokumente nicht notwendig sind.
HTML-Modul Ein Spezial-Interface für HTML-Dokumente, das Elenemte wie <p> und <body> kennt.
Views-Modul Nachdem CSS-Regeln angewendet worden sind, kann ein Dokument eine oder mehrere VIEWS (formatierte Ansichten) haben.Dieses Interface beschreibt die Interaktion zwischen dem Dokument und seine Ansichten.
Stylesheet-Modul Ein grundlegendes Interface, von dem Stylesheet-Objekte abgeleitet werden können.
CSS-Modul Das von Stylesheet-Interface abgeleitete CSS-Interface ist für Dokumente gedacht, die anhand von CSS-Regeln formatierte Dokumente wiedergeben.
Event-Modul Die Grundlage für ein Event-Modul, das Benutzer-Events wie das Anklicken eines Links oder Transformations-Events wie das Verändern der Eigenschaften von Elementen handhabt.

Links zu DOM:


 
         
       
 
  Seite zuletzt geändert am: 11-Apr-2006 11:11:42
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